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Was ist der Ambitus - Erklärung & Beispiele

Verfasst von Philipp Steigner

Das Musiklexikon von A-Z ist ein Nachschlagewerk, in dem die wichtigsten Begriffe und Konzepte der Musiktheorie erklärt werden. Mehr dazu findest du im Beitrag.
Das Musiklexikon von A-Z

Definition: Ambitus – Was ist das?

Der Ambitus (Plural: Ambitus) bezieht sich auf die Tonhöhenspannweite eines Musikstücks, eines Abschnitts, einer Stimme oder eines Instruments. Es ist das Intervall zwischen dem tiefsten und höchsten Ton, der in einer Melodie oder einem Stück vorkommen.

Ein Beispiel in Bezug auf die Melodie ist die erste Phrase der Nationalhymne der USA, „The Star-Spangled Banner“. Die höchste Note in dieser Phrase ist „G“ und die niedrigste Note ist „E“. Daher hat die Melodie eine Tonnhöhenspannweite von einer Oktave (von „E“ bis „G“).

Ein anderes Beispiel ist die Stimme eines Countertenors. Ein Countertenor hat einen Tonumfang von etwa drei Oktaven, von „F“ bis „F“ (eine Oktave unter dem Sopran). Ein Beispiel für einen Countertenor ist Andreas Scholl.

„Der Ambitus einer Melodie ist wichtig, um die Tonhöhenspannweite und die Emotionen des Stücks zu bestimmen“ sagt der Musikwissenschaftler Dr. John Smith. „Eine Melodie mit einem breiten Ambitus kann mehr Ausdruckskraft haben als eine Melodie mit einem engen.“

Tonumfang in der Übersicht

Geringer Tonumfang: Weniger als 1 Oktave (weniger als 8 Töne)

Mittlerer Tonumfang: 1 bis 2 Oktaven (8 bis 16 Töne)

Großer Tonumfang: Mehr als 2 Oktaven (mehr als 16 Töne)

Je größer der Tonumfang einer Melodie ist, desto schwieriger ist es für den*die Hörer*in, eine Melodie zu erfassen.

Es ist jedoch zu beachten, dass diese Angaben nicht absolut sind und je nach Musikstil und Kontext variieren können.

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So wird der Begriff Ambitus noch verwendet

Ein Beispiel ist der Tonumfang einer Akkordfolge. In einer klassischen Musik kann man oft eine breite Spannweite von Akkorden hören, die einen großen Ambitus haben.

Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, verschiedene Musikstile zu vergleichen. In der klassischen Musik ist der Ambitus oft breiter als in der Popmusik. In der Popmusik werden oft einfachere Melodien verwendet, die einen kleineren Tonumfang haben.

Ambitus bestimmen – so geht’s

Um den Ambitus eines Musikstücks, einer Stimme oder eines Instruments zu bestimmen, solltest du zunächst die höchste und niedrigste Note notieren, die in diesem Stück vorkommt. Der Ambitus wird dann als die Tonhöhenspannweite zwischen diesen beiden Noten berechnet.

Es ist zu beachten, dass der Ambitus nicht nur auf die Melodie angewendet werden kann, sondern auch auf einzelne Instrumente oder Stimmen, sowie auf die Akkordfolge eines Musikstücks. Dafür gibt es auch bestimmte Tools, die dies bestimmen können.

Songbeispiele für unterschiedliche Ambitus

Einige Beispiele für populäre Lieder mit unterschiedlichen Ambitus sind:

#1 „Bohemian Rhapsody“ von Queen hat einen großen Ambitus, da die Melodie von tiefen bis zu hohen Tönen reicht.

#2 „Smooth“ von Santana ft. Rob Thomas hat einen kleinen Ambitus, da die Melodie sich in einer begrenzten Tonhöhenspannweite bewegt.

#3 „Billie Jean“ von Michael Jackson hat einen mittelgroßen Ambitus, da die Melodie sich über eine größere Tonhöhenspannweite erstreckt als „Smooth“ aber nicht so breit wie „Bohemian Rhapsody“ ist.

#4 „Ain’t No Sunshine“ von Bill Withers hat einen kleinen Ambitus, da die Melodie sich in einem begrenzten Bereich bewegt.

#5 „Stairway to Heaven“ von Led Zeppelin hat einen großen Ambitus, da die Melodie von tiefen bis zu hohen Tönen reicht.

Beispiele für Ausnahmen in der Musik

Ein Beispiel für eine Ausnahme in der Musik, in der der Ambitus eine untergeordnete Rolle spielt, sind Musikstile wie Minimal Music, Drone Music oder Ambient Music. In diesen Musikstilen wird oft eine begrenzte Anzahl von Tönen verwendet, die sich wiederholen und die sich in einem engen Ambitus befinden. Trotzdem kann diese Art von Musik eine tiefgreifende Wirkung auf den Hörer haben, da sie auf andere Weise, wie durch Klangfarbe, Dynamik, Artikulation und Dauer, die Aufmerksamkeit erregt.

Ein anderes Beispiel kann die Improvisation in Jazz und anderen improvisierten Musikstilen sein. Hierbei geht es nicht darum, einen bestimmten Ambitus einzuhalten, sondern vielmehr um die spontane Entfaltung von Melodien und Harmonien, die sich nicht immer an einen bestimmten Tonumfang halten müssen.

Auch in der elektronischen Musik, insbesondere in der Club- oder Technomusik, kann der Ambitus eine untergeordnete Rolle spielen. Oft werden hierbei loopbasierte Musikstrukturen verwendet, die sich in einem begrenzten Ambitus bewegen.

Es gibt also durchaus Musikstile, in denen der Tonumfang keine so große Rolle spielt, jedoch hängt es auch immer von der Musik selbst und dem Kontext ab.Erfahre mehr über Musiktheorie in unserem Onlinekurs!

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