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Die Moll-Tonleiter – Definition und Aufbau

Verfasst von Ben Müller

Das Musiklexikon von A-Z ist ein Nachschlagewerk, in dem die wichtigsten Begriffe und Konzepte der Musiktheorie erklärt werden. Mehr dazu findest du im Beitrag.
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Definition: Moll – Was ist das?

Moll ist ein Tongeschlecht der westlichen Musik, das durch eine kleine Terz über dem Grundton gekennzeichnet ist und als Grundlage für Moll-Tonleitern, -Tonarten und -Akkorde dient. Die Moll-Tonleiter ist eine Tonleiter, die aus sieben verschiedenen Tönen besteht. Sie bildet das Gegenstück zum Tongeschlecht Dur. Ihre Halbtonschritte befinden sich zwischen dem zweiten und dritten und dem fünften und sechsten Ton.

Das Tongeschlecht Moll kann man nicht nur bei einer Tonleiter, sondern auch bei Tonarten und Akkorden verwenden. Bei der Moll-Tonart bilden die Töne der Moll-Tonleiter das vorherrschende Tonmaterial und beim Moll-Akkord erklingt der erste, dritte und fünfte Ton der Tonleiter zusammen.

Aufbau der Moll-Tonleiter

Der Klang von Moll wird häufig als hell, stabil oder offen wahrgenommen, wobei die tatsächliche Wirkung vom musikalischen Kontext abhängt. Die Tonleiter besitzt sieben verschiedene Töne und ist damit eine heptatonische Tonleiter. Sie besteht außerdem wie alle diatonischen Tonleitern aus fünf Ganztonschritten und zwei Halbtonschritten. Diese befinden sich zwischen den Tönen 2 und 3 und den Tönen 5 und 6.

Darüber hinaus enthält eine Moll-Tonleiter je nach Grundton Vorzeichen (Kreuze oder b), um das feste Ganz- und Halbtonschrittmuster einzuhalten. Diese lassen sich gut mithilfe des Quintenzirkels einprägen.

Der Grundton bildet zudem das tonale Zentrum der Moll-Tonleiter und dient als Bezugspunkt für Spannungs- und Auflösungsprozesse.

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Die natürliche Moll-Tonleiter ab dem Ton A mit den Tönen A – H – C – D – E – F – G sieht so aus:

Die natürliche Moll-Tonleiter mit markierten kleinen und großen Sekunden.
Die natürliche Moll-Tonleiter

Es gibt aber noch zwei weitere Varianten in Moll, da natürlich Moll im Gegensatz zu Dur noch keinen Leitton enthält. Daher wird der siebte Ton um einen Halbton erhöht und man erhält harmonisch Moll:

Die harmonische Moll-Tonleiter mit markierten kleinen und großen Sekunden.
Die harmonische Moll-Tonleiter

Der siebte Ton der harmonischen Moll-Tonleiter wird jetzt als Leitton bezeichnet, da er durch seinen Klang intuitiv zum Grundton hinleitet und ein Auflösungsbedürfnis hat. Der dritte Ton der Tonleiter wird auch Moll-Terz genannt, denn im Moll-Akkord ist die Terz der einzige Ton, der Dur und Moll unterscheidet. In Moll ist die Terz eine kleine Terz und in Dur ist es eine große Terz über dem Grundton.

Da in harmonisch Moll durch die Erhöhung des siebten Tons eine übermäßige Sekunde entstanden ist, erhöht man auch den sechsten Ton der Tonleiter. Dadurch entsteht melodisch Moll. Die Halbtonschritte befinden sich jetzt zwischen Ton 2 und 3 und 7 und 8:

Die melodische Moll-Tonleiter mit markierten kleinen und großen Sekunden.
Die melodische Moll-Tonleiter

Der Moll-Akkord besitzt eine kleine Terz und eine reine Quinte über dem Grundton. Er ist unabhängig von der Variante immer gleich aufgebaut. Der C-Moll-Akkord mit den Tönen C – Es – G sieht so aus:

Was bezeichnet der Begriff „Moll“ in der Musik?

A
Eine Tonart ohne Vorzeichen
B
Ein musikalisches Tempo
C
Ein Tongeschlecht
D
Eine Akkordumkehrung

Wodurch ist Moll im Vergleich zu Dur gekennzeichnet?

A
Durch eine große Terz über dem Grundton
B
Durch eine kleine Terz über dem Grundton
C
Durch eine verminderte Quinte
D
Durch eine übermäßige Sekunde

Zwischen welchen Stufen liegen die Halbtonschritte der natürlichen Moll-Tonleiter?

A
1–2 und 4–5
B
2–3 und 5–6
C
2–3 und 7–8
D
3–4 und 7–8

Wie nennt man die Moll-Tonleiter ohne veränderte Töne?

A
Harmonisch Moll
B
Melodisch Moll
C
Natürlich Moll
D
Chromatisch Moll

Welche Stufe wird in der harmonischen Moll-Tonleiter erhöht?

A
Die 5. Stufe
B
Die 6. Stufe
C
Die 7. Stufe
D
Die 3. Stufe

Welche Töne bilden einen Moll-Dreiklang?

A
Grundton – große Terz – Quinte
B
Grundton – kleine Terz – Quinte
C
Grundton – kleine Terz – verminderte Quinte
D
Grundton – große Terz – übermäßige Quinte
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