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Taktarten in der Musik

Verfasst von Ben Müller

Das Musiklexikon von A-Z ist ein Nachschlagewerk, in dem die wichtigsten Begriffe und Konzepte der Musiktheorie erklärt werden. Mehr dazu findest du im Beitrag.
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Definition: Taktarten – Was ist das?

Taktarten sind eine Unterteilung von Notenwerten in feste Abschnitte. Die festen Abschnitte heißen Takte. Sie sorgen dafür, dass man die Noten einfacher und übersichtlicher lesen kann. Jede Taktart legt genau fest, wie viele Notenwerte oder auch Pausen sich in einem Takt befinden.

Taktarten sind außerdem wichtig für das Dirigieren von Ensembles, da der Dirigent immer in Takten dirigiert und den Musikern dadurch zeigen kann an welcher Stelle im Stück sie sind.

Wie genau die Taktarten aufgebaut sind und wie sie im Notentext dargestellt werden, erklären wir dir in diesem Artikel.

Was sind Taktarten allgemein?

Taktarten unterteilen Musik in Abschnitte, sogenannte Takte, fester Länge. Je nach Taktart ist die Länge eines Takts unterschiedlich. Im Notentext werden die Takt durch senkrechte Striche (Taktstriche) voneinander abgegrenzt.

Auch wenn du an sich die Taktarten nicht kennst und auch nicht so viel Ahnung von Musiktheorie hast, wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit den Beginn jedes Takts hören können, da die Taktarten aus diesem intuitiven Hören entstanden sind. Unterbewusst unterteilt man die Musik beim Zuhören automatisch in Taktarten. Das beste Beispiel ist das Tanzen: Sobald man Musik hört und dazu tanzt wird man bei der Wiederholung des gleichen Tanzschritts immer in der Taktart.

Taktarten sind also ein Konstrukt, was zu einem bestehen, intuitiven Gefühl beim Hören und Spielen von Musik entstanden ist. Sie unterteilen die Noten in gut lesbare Abschnitte und legen zudem die Betonungen von Notenwerten innerhalb des Taktes fest.

Wie werden Taktarten dargestellt?

Taktarten stehen immer am Anfang eines Stück direkt hinter dem Notenschlüssel. Sie können außerdem während des Stücks bei einem Taktartwechsel am Anfang des Taktes stehen, bei dem die neue Taktart beginnt. Eine Taktart gilt bis zum Ende eines Stücks oder bis eine neue Taktart während des Stücks gesetzt wird. Es gibt auch Stücke, in denen fast jeder Takt in einer neuen Taktart steht. Das ist jedoch nicht die Regel.

Die Länge eines Taktes wird mithilfe eines Notenwerts und der Anzahl des Notenwerts in diesem Takt beschrieben. Zum Beispiel hat der 4/4-Takt (gesprochen: „Vier Viertel Takt“) die Länge von vier Viertelnoten und dadurch auch die Länge einer Ganzen Note. Dargestellt wird eine Taktart schließlich mit zwei übereinander stehenden Zahlen:

Die untere Zahl der Taktangabe sagt uns, auf welchen Notenwert sich hier bezogen wird.

Die obere Zahl gibt an, wie oft der untere Notenwert in einem Takt vorkommt.

Bei den unteren Zahlen steht eine 1 für die Ganze Noten, eine 2 für die Halbe Note, eine 4 für die Viertelnote und so weiter.

Je nach dem welche Zahl oben steht, unterscheidet man die Taktarten in gerade und ungerade

Gerade Taktarten

Bei geraden Taktarten steht oben eine gerade Zahl, zum Beispiel beim 2/4-, 4/4- oder 6/8-Takt. Der 4/4-Takt lässt sich in zwei Gruppen von jeweils zwei Vierteln unterteilen. Beim 6/8-Takt fasst man dagegen je drei Achtel zu einem Schlag zusammen, er besteht also aus zwei Schlägen. Genauso hat der 12/8-Takt vier Schläge aus jeweils drei Achteln.

Ungerade Taktarten

Bei ungeraden Taktarten steht oben eine ungerade Zahl, zum Beispiel beim 3/4-, 5/4- oder 9/8-Takt. Der 3/4-Takt ist eine einzige 3er-Gruppe aus drei Vierteln. Der 9/8-Takt besteht aus drei Gruppen von jeweils drei Achteln und hat damit drei Schläge. Taktarten wie der 5/4- oder der 7/8-Takt setzen sich aus unterschiedlich großen Gruppen zusammen, zum Beispiel 3+2 oder 3+2+2.

Besondere Taktarten

Neben den klassischen Taktarten gibt es auch noch Symbole, die. historisch für eine bestimmte Taktart stehen:

Common time

Die sogenannte „common time“ ist eine andere Bezeichnung für den 4/4-Takt, der die am häufigsten (engl.: „common“) verwendete Taktart in der Musik ist. Allerdings ist „common time“ nicht nur ein anderer Begriff für den 4/4-Takt, sondern es gibt auch ein extra Symbol, das mit diesem Begriff verbunden wird: Anstelle der üblichen Taktangabe erscheint am Anfang der Notenzeile ein großes „C“, was gleichzusetzen ist mit dem 4/4-Takt.

Alla breve

Bei einem Alla-Breve-Takt gibt nicht die Viertelnote, sondern die Halbe Note den Puls an. Das bedeutet, dass ein 4/4-Takt in einen 2/2-Takt umgedeutet wird. Das Tempo bleibt gleich, aber statt vier Zählzeiten (Pulsschlägen) pro Takt gibt es nur zwei. Das Symbol für Alla Breve ist wie bei common time ein „C“, das nun jedoch mit einem senkrechten Strich halbiert wird. Dieser Strich bedeutet, dass nur noch halb so viele Pulsschläge pro Takt vorhanden sind.

Du siehst: Taktarten sind nicht kompliziert und helfen dir beim schnellen Lesen und Verstehen von Noten. Sie unterteilen Stück in feste Abschnitte und können je nach Stück variieren.

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